Kurkuma Wirkung Haut
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2020

Kurkuma wird oft als sogenanntes “Allheilmittel” angepriesen, doch was steckt wirklich dahinter? Zahlreiche Studien zeigen vorteilhafte Wirkungen von Kurkuma bei verschiedensten Erkrankungen der Haut, des Darms oder sogar Krebs. Kann ein einziger Wirkstoff wirklich gegen so viele Erkrankungen helfen?

In diesem Artikel wollen wir vermehrt auf die Wirkung von Kurkuma für die Haut eingehen und diese auch mit wissenschaftlichen Studien belegen. Außerdem wirst du erfahren, was Kurkuma eigentlich ist und warum es gegen so viele Krankheiten wirksam sein soll.




Das Wichtigste in Kürze

  • Der in Kurkuma enthaltene Wirkstoff Curcumin hat entzündungshemmende, wachstumshemmende und antibakterielle Eigenschaften. Zudem kann Kurkuma Schutz gegen sogenannte “freie Radikale” bieten und wirksam gegen maligne (bösartige) Tumoren sein.
  • Kurkuma gibt es in zahlreichen Varianten. Für die innere Einnahme gibt es Kurkuma Kapseln, Pulver und Kurkuma Milch. Diese wird auch Goldene Milch genannt. Die äußere Anwendung von Kurkuma auf der Haut kann mittels einer Maske erfolgen.
  • Die Wirksamkeit von Kurkuma wurde zwar in verschiedenen Zellkultur- und Tierversuchen getestet und teilweise auch bestätigt, aber es fehlen bislang fundierte Humanstudien. Zudem ist die Bioverfügbarkeit von Kurkuma sehr gering, was eine geringe Aufnahme in den Körper zur Folge hat.

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Liposomales Kurkumin

Bei unserem Kurkumin Supplement, handelt es sich um ein liposomales Präparat in einem 250 ml Fläschchen, welches etwa rund 50 Einnahmen entspricht.

Bei diesem Curcumin Präparat von sundt Supplements handelt es sich um ein flüssiges, liposomales Produkt. Dabei wird das Curcumin in Liposome eingebunden und besitzt so eine vielfach höhere Bioverfügbarkeit als vergleichbare Produkte.

Der Wirkstoff kann dadurch besser, schneller und auch in größeren Mengen von deinem Körper aufgenommen werden. So kann das Curcumin seine antioxidativen und regenerierenden Eigenschaften optimal entfalten.

Dieses Supplement hat einen Inhalt von 250 ml, das entspricht 50 Portionen. Es ist zuckerfrei, glutenfrei und vegan. Außerdem wird bei der Produktion auf unnötige Zusatzstoffe und gentechnisch verändertes Material verzichtet. Seine flüssige Form macht das Präparat zudem sehr leicht dosierbar.

Was ist Kurkuma?

Kurkuma gehört zur Gattung der Ingwergewächse und fällt vor allem durch seine gelbe bis orange Farbe auf. Im asiatischen Raum ist Kurkuma seit Jahrtausenden als Gewürz- und Heilpflanze bekannt. Auch in Deutschland erfreut sie sich immer größerer Beliebtheit.

Der wissenschaftliche Name von Kurkuma ist Curcuma longa und leitet sich von dem arabischen Wort “al-krukum” ab, was Safran bedeutet und auf die färbende Wirkung der Pflanze hinweist. Andere Namen sind Curcuma, Kurkume, Gelbwurz oder auch gelber Ingwer und Safranwurzel.

Der Speiseplan der ayurvedische Ernährung richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen des Körpers. Dadurch können geistige, emotionale oder körperliche Wirkungen entstehen.

Beheimatet ist die Kurkuma-Pflanze in China und Indien. Kurkuma ist ein wichtiger Bestandteil der ayurvedischen Ernährung und kommt in nahezu allen Curry-Mischungen vor.

Im 13. Jahrhundert kam die Kurkuma-Pflanze nach Europa und in den vergangenen Jahren wurde sie auf ihre Wirkungen untersucht. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass das enthaltene Curcumin die Körperzellen schützt und zugleich entzündungshemmend und antiviral wirkt.

Welche Pflanzenteile von Kurkuma werden verarbeitet?

Kurkuma ist eine Pflanze, aus der das gelbe Pulver wie wir es kennen gewonnen wird. Dieses wird aus der Wurzel der Pflanze, auch Rhizom genannt, gewonnen. Das geschälte Rhizom kann frisch oder getrocknet als Gewürz oder Farbstoff verwendet werden.

Rhizome ist ein anderer Begriff für Wurzelstock. Von diesem Spross gehen die eigentlichen Wurzeln nach unten und die Blatttriebe nach oben aus.

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Hier siehst du ungeschälte Kurkuma-Rhizome. Diese können nach dem Schälen und Trocknen mit einem Stabmixer zu feinem Pulver verarbeitet werden.
(Bildquelle: unsplash / FOODISM360)

Der Wurzelstock der Kurkuma-Pflanze enthält Curcuminoide, durch welche die Knolle ihre außergewöhnlich gelbe Farbe erhält. Hauptbestandteil der Curcuminoide ist dabei das häufig bekannte Curcumin. Dieses gilt auch als pflanzliche Arznei.

Welche Arten von Kurkuma gibt es?

Kurkuma gibt es in zahlreichen Variationen. Im Folgenden wollen wir dir vier verschiedene Arten und Anwendungen von Kurkuma vorstellen.

  • Kurkuma Kapseln
  • Kurkuma Pulver
  • Kurkuma Milch
  • Kurkuma Maske

Kurkuma Kapseln

Kurkuma Kapseln unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung nicht großartig voneinander. Meistens enthalten sie ein Curcumin Extrakt in Verbindung mit einem Piperin Extrakt.

Reines Curcumin wird auch E100 bezeichnet.

Der in Pfeffer enthaltene Wirkstoff Piperin ist eine natürliche Substanz, durch den Curcumin besser vom Körper absorbiert werden kann.

Es gibt aber auch Kurkuma Kapseln, die anstelle des Pflanzenstoffs Piperin das sogenannte Lecithin enthalten. Diese sind vor allem für Menschen mit einer Unverträglichkeit eine gute Alternative.

Kurkuma Pulver

Eine beliebte Variante ist auch Kurkuma Pulver. Davon zu unterscheiden ist jedoch der Kurkuma Extrakt, der eine sehr hohe Konzentration von bis zu 95 % aufweist. Kurkuma Pulver enthält in der Regel zwischen 2,5 und 5 % natürliches Curcumin.

Um ein qualitativ hochwertiges Produkt zu erhalten, empfehlen wir dir Kurkuma Pulver in Bioqualität zu kaufen. Zudem sind zahlreiche dieser Produkte auch frei von künstlichen Aromen, Farbstoffen, Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern oder anderen Zusätzen.

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Wusstest du, dass man Kurkuma Pulver auch einfach selbst herstellen kann?

Hierfür kannst du einfach den Wurzelstock deiner Kurkuma Pflanze ernten, wenn diese ca. einen Meter hoch ist und die oberen Blätter etwas welk geworden sind. Die geernteten Rhizome solltest du zunächst waschen, anschließend schälen und in drei bis fünf Millimeter dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben müssen im Backofen bei ca. 80 Grad und leicht geöffneter Klappe so lange getrocknet werden, bis sie nicht mehr elastisch sind. Zum Schluss den getrockneten Kurkuma einfach mit dem Stabmixer zu feinem Pulver zermahlen und voilá hast du dein eigenes Kurkuma Pulver selbst hergestellt.

Tipp: Bei der Verarbeitung von Kurkuma solltest du Einmalhandschuhe und eine Küchenschürze tragen, da dieser sehr farbintensiv ist.

Kurkuma Milch

Mithilfe von Kurkuma Pulver kannst du auch die immer beliebter werdende Kurkuma Milch herstellen. Ein anderer Name hierfür ist aufgrund der leuchtend gelben Farbgebung auch die Goldene Milch.

Klassische Zutaten für die Goldene Milch sind:

  • 300 Milliliter Kuhmilch oder Pflanzenmilch
  • 1 Esslöffel Kurkuma Pulver oder ein 2-3 Zentimeter großes Stück Kurkuma
  • 1/4 Teelöffel schwarzer Pfeffer

Optional kannst du natürlich noch weitere Zutaten hinzufügen:

  • 1 kleines Stück Ingwer (Achtung scharf!)
  • 1/4 Teelöffel Zimt
  • 1 Teelöffel Honig oder Agavendicksaft für die Süße

Die Zubereitung der Goldenen Milch ist sehr einfach und schnell. Den Kurkuma und Ingwer in einem Topf mit 120 Milliliter Wasser erhitzen bis sich eine homogene Masse gebildet hat. Danach kannst du einen Esslöffel der Paste in ca. 300 Milliliter Milch einrühren. Die Mischung anschließend in einem Topf erhitzen und dabei immer wieder gut umrühren, damit sich keine Klumpen bilden. Zum Schluss den Pfeffer, Zimt und die Süße deiner Wahl dazugeben.

Kurkuma Maske

Die Kurkuma Maske solltest du nicht zu lange einwirken lassen und anschließend mit warmen Wasser gründlich abwaschen.

Jetzt hast du bereits einige innere Anwendungsweisen von Kurkuma kennengelernt.

Kurkuma kannst du jedoch auch äußerlich mithilfe einer Maske anwenden.

Dabei solltest du jedoch vorsichtig vorgehen, denn durch die hohe Farbintensität von Kurkuma kann sich deine Haut ungewollt verfärben.

Wie wirkt Kurkuma auf die Haut?

Die Frage “Was macht Kurkuma mit der Haut?” möchten wir dir im Folgenden beantworten. Dabei werden verschiedene Wirkungsweisen von Kurkuma bei unterschiedlichen Hautkrankheiten aufgezeigt.

Freie Radikale werden von unserem Körper selbst gebildet, sie können aber auch durch schädliche äußere Einflüsse entstehen.

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Kurkuma hat viele vorteilhafte Wirkungen, denn es hat antioxidative, entzündungshemmende, antineoplastische, antiproliferative und antimikrobielle Wirkungen. (1)

Das bedeutet, es kann Schutz gegen sogenannte “freie Radikale” bieten, kann wirksam gegen maligne (bösartige) Tumoren sein, das Zell- und Gewebewachstum hemmen und die Infektiosität von Mirkroorganismen reduzieren.

Doch wirkt Kurkuma wirklich? Und wenn ja, bei welchen Hautproblemen oder Hautkrankheiten genau? Diese und weitere Fragen beantworten wir dir jetzt.

Hilft Kurkuma bei der Bekämpfung unreiner Haut, Pickel oder Akne?

Bei unseren Recherchen haben wir keine Studien gefunden, die weder eine Verbesserung noch eine Verschlechterung des Hautbildes bei unreiner Haut oder Akne belegen.

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Unreine Haut oder Pickel treten vorwiegend bei Jugendlichen auf, aber auch Erwachsene haben manchmal mit unreiner Haut zu kämpfen. Die wöchentliche Anwendung einer Gesichtsmaske mit Kurkuma kann dein Hautbild langfristig verbessern.
(Bildquelle: Kjerstin Michaela Haraldsen / pixabay)

Aufgrund der antientzündlichen, antibakteriellen und wachstumshemmenden Eigenschaften von Kurkuma lohnt es sich bei Pickeln oder unreiner Haut eine innere oder äußere Anwendung auszuprobieren. Die Einnahme oder Anwendung sollte jedoch regelmäßig und über einen längeren Zeitraum erfolgen, um Verbesserungen erzielen zu können.

Akne dagegen ist eine ernst zunehmende Hautkrankheit, bei der du besser einen Spezialisten in Form von einer Kosmetikerin oder eines Hautarztes aufsuchen solltest.

Wirkt Kurkuma gegen Psoriasis?

Die positive Wirkung von Kurkuma bei der Hautkrankheit Psoriasis wurde bestätigt, denn der Wirkstoff Curcumin hemmt entscheidende Psoriasis-Wege und nachgeschaltete Entzündungen. (1)

Psoriasis ist umgangssprachlich auch als Schuppenflechte bekannt. Bei dieser handelt es sich um eine erblich bedingte, nicht ansteckende chronische Haut- und Gelenkerkrankung. (2)

Eine 1%ige Curcumincreme linderte bei Patienten mit Psoriasis die Ausgeprägtheit der Entzündung. (3) Das bedeutet aber auch, dass herkömmliche Kurkuma Produkte nicht unbedingt die gleiche Wirksamkeit aufzeigen.

Solltest du unter der Hautkrankheit Psoriasis leiden, ist es deshalb ratsam einen Arzt nach einer geeigneten Therapiemethode mit Kurkuma zu fragen und gegebenenfalls verschreibungspflichtige Cremes zu verwenden.

Wirkt Kurkuma gegen Hautkrebs?

In einer Studie mit 62 Patienten mit Hautkrebsläsionen verbesserte sich deren Zustand durch eine kombinierte Therapie mit Kurkuma. (3) Bei 90 Prozent der Patienten verschwand der störende Geruch, der Juckreiz nahm ab und bei 10 Prozent verringerte sich die Größe der Hautläsion. (3) Eine Studie mit nur 62 Patienten ist sehr klein, weshalb die Repräsentativität dieser in Frage gestellt werden kann.

Die wachstumshemmenden Eigenschaften von Kurkuma sind besonders für die Krebsbehandlung interessant, denn diese lösen den frühzeitigen Zelltod aus. (4) Kurkuma kann zudem die Wirksamkeit von Chemotherapie und Bestrahlung auf die Krebszellen erhöhen. (4)

Das Deutsche Krebsforschungszentrum kommt aber zu dem Schluss, dass die Einnahme von Kurkuma in Bezug das Rückfallrisiko und das Überleben der Patienten noch nicht ausreichend untersucht sind. Es gibt nämlich keine nennenswerten Studienergebnisse, die eine Verbesserung der Prognose durch Curcumin belegen. (4) Diese Stellungnahme gilt sowohl für Hautkrebs als auch für andere Krebsarten.

Wie wirksam ist Curcumin wirklich?

Abschließend bleibt jedoch zu sagen, dass die Bioverfügbarkeit von Curcumin nicht sehr hoch ist, denn es handelt sich um einen sekundären Pflanzenstoff. (5) Das bedeutet, der Körper nimmt diesen Wirkstoff nur in sehr geringer Menge auf.

Zudem ist die Wirksamkeit von Kurkuma zwar in zahlreichen Zellkultur- und Tierversuchen getestet und auch teilweise bestätigt worden, aber es wurden sehr hohe Dosierungen verwendet, die der Mensch weder über die Nahrung noch über Nahrungsergänzungsmittel einnehmen könnte. (6) Auch fehlen bislang fundierte Humanstudien, die positive Wirkungen von Kurkuma auf den Menschen bestätigen. (5, 6)

Wie ist Kurkuma für die Haut zu dosieren?

Die empfohlene Tagesdosis von Kurkuma-Pulver liegt bei bis zu 3 Gramm. (3) Bei dieser Angabe stützt sich die Uniklinik Freiburg unter anderem auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Bei Kurkuma Kapseln solltest du dich an die in der Packungsbeilage angegebene Verzehrmenge halten.

Grundsätzlich ist die Dauer der Anwendung von Kurkuma auch nicht begrenzt. (3)

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Trotzdem solltest du dich bei der Einnahme von Kurkuma vorsichtig steigern, um Nebenwirkungen und eine mögliche Unverträglichkeit auszuschließen.

Die Dosierung ist zudem sehr individuell und hängt von mehreren Faktoren wie beispielsweise dem Grund der Einnahme oder der Art der Anwendung ab.

Handelt es sich bei dir um eine ernst zunehmende Hautkrankheit, solltest du die Einnahme von Kurkuma und die jeweilige Dosierung vorab mit dem Arzt deines Vertrauens besprechen.

Wer darf Kurkuma nicht einnehmen und kann zu viel Kurkuma schädlich sein?

Grundsätzlich ist die Einnahme von Kurkuma unbedenklich. Die Verbraucherzentrale rät jedoch folgenden Personengruppen auf die Einnahme von Kurkuma zu verzichten (6):

Personengruppe Grund für Verzicht auf Kurkuma
Schwangere und Stillende Kurkuma kann die Regelblutung fördern und die Gebärmutter stimulieren, was eine Gefährdung der Schwangerschaft zur Folge haben kann.
Personen, die Blutverdünner nehmen Diese haben ein potenziell erhöhtes Risiko für Blutergüsse und Blutungen.
Personen mit Gallensteinen Kurkuma kann die Abgabe von zu viel Gallensaft fördern und dadurch eine Gallenkolik auflösen.
Personen, die eine Piperin-Allergie haben Diese Personengruppe sollte, wenn möglich auf Kurkuma Kapseln mit dem Zusatzstoff Lecithin zurückgreifen.

Die Frage danach, ob zu viel Kurkuma schädlich ist, kann ganz klar mit nein beantwortet werden. Die tägliche Zufuhr von Kurkuma gilt mit Ausnahme der genannten Personengruppen als unschädlich. (3) Außerdem haben wir keine Anhaltspunkte oder Studien gefunden, die eine äußere Anwendung auf der Haut beispielsweise in Form der Kurkuma Maske als schädlich ausweisen.

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Kurkuma auftreten?

Dass die Einnahme von Kurkuma für die meisten Menschen unbedenklich ist, wissen wir bereits. Doch gibt es Nebenwirkungen bei der Einnahme von Kurkuma und wenn ja, welche sind das?

Die Verbraucherzentrale nennt einige Nebenwirkungen bei der Einnahme von Kurkuma (6):

  • Blähungen
  • Übelkeit
  • Schmerzen im Verdauungstrakt
  • Durchfall (3)

Dementsprechend ist die richtige Dosierung von Kurkuma sehr wichtig. Wenn du mit der Einnahme von Kurkuma anfängst, solltest du deshalb zunächst kleinere Mengen verwenden und auf die Reaktion deines Körpers achten.

Welche Erfahrungen wurden bereits mit der Einnahme oder Anwendung von Kurkuma gemacht?

Im Netz kursieren unzählige Erfahrungsberichte zum Thema Kurkuma. Allein auf Instagram sind ca. 126 Tausend Beiträge unter dem #kurkuma und über 1000 Beiträge unter dem #kurkumamitmyra zu finden. Myra Snöflinga ist Influencerin und absolute Kurkuma Verfechterin, die schon zahlreiche Menschen dazu inspiriert hat selbst die Goldene Milch auszuprobieren.

Ihre Follower haben bereits zahlreiche positive Erfahrungen gemacht (7):

  • Verbesserung der Verdauung
  • Verbesserung der Haut
  • verbessertes Wohlbefinden
  • Stoffwechselanregung
  • Reduzierung von Heißhunger
  • Verminderung von Allergiesymptomen
  • Verbesserung der Lipödem Schmerzen
  • vermehrtes Haarwachstum
  • Verbesserung bei Regelbeschwerden

In diesem Video erfährst du, welche Erfahrungen Stephie aka Myra Snöflinga (wie sie auf Instagram heißt) gemacht hat und wie sie die Goldene Milch zubereitet:

Gibt es eine Erstverschlimmerung der Haut bei der Anwendung von Kurkuma?

Unseren Recherchen zufolge ist eine sogenannte “Erstverschlimmerung” zu Beginn der Einnahme von Kurkuma häufig der Fall. Das heißt, es kann zuerst eine Verschlechterung der Symptome eintreten. Kurkuma führt demnach oftmals zu Entgiftungserscheinungen des Körpers.

Diese können aber ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem wofür du Kurkuma verwendest. Über die Haut kann der Körper jedoch bestimmte Substanzen absondern, weshalb es bei der erstmaligen Einnahme oder Verwendung von Kurkuma für die Haut oftmals zu einer Verschlechterung kommen kann. Ob und wann eine Erstverschlimmerung eintritt ist aber sehr individuell, denn nicht bei jedem verschlechtert sich der Hautzustand.

Welche Alternativen gibt es zu Kurkuma für die Haut?

Kurkuma soll ja angeblich gegen sehr viele verschiedene Krankheiten helfen, deshalb wollen wir abschließend noch auf drei weitere mögliche Wirkungsweisen von Kurkuma eingehen.

Die weiteren Wirkungen von Kurkuma für den Darm, die Gelenke, bestimmte Stoffwechselerkrankungen oder auch Haarausfall haben wir dir in dieser Tabelle zusammengefasst:

Wirkung wissenschaftlicher Nachweis
Darmerkrankungen / Colitis Ulzerosa Aufgrund der antientzündlichen Eigenschaft von Kurkuma gibt es zahlreiche Studien, die die Auswirkungen von Curcumin auf entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis Ulzerosa untersuchen. Doch ist zu diesem Zeitpunkt die Wirksamkeit von Kurkuma diesbezüglich noch unklar. (3) Auch ist fraglich inwieweit Curcumin überhaupt wirksam ist, denn die orale Verabreichung scheint dem Placebo bei einer Verbesserung der Colitis Ulzerosa nicht überlegen zu sein. (8)
Gelenke / Arthrose Curcumin hat sich in Studien als alternative Behandlungsweise für Gelenkerkrankungen wie Knie-Arthrose als bewiesen. Die vorteilhaften Wirkungen von Curcumin sind besonders für Patienten entscheidend, die Nebenwirkungen durch nichtsteroidale entzündungshemmende Medikament nicht vertragen. (9)
Stoffwechselerkrankungen Trotz der geringen Bioverfügbarkeit von Curcumin ist die Wirksamkeit für Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Atheroskelerose und Nierenerkrankungen. (10)
Haarausfall / vermehrtes Haarwachstum Bezüglich der Verbesserung von Haarausfall oder vermehrtem Haarwachstum haben wir keine fundierten Studien gefunden. Dennoch berichten Menschen in ihren privaten Erfahrungsberichten von positiven Ergebnissen.

Fazit

Die Wirksamkeit von Kurkuma ist umstritten. Es gibt zahlreiche positive Erfahrungsberichte und viele Studien konnten unterschiedliche Wirkungen durch Curcumin belegen. Diese Studien sind jedoch keine Humanstudien, was die Einschätzung der tatsächlichen Wirksamkeit auf den menschlichen Körper erschwert.

Dennoch ist Curcumin grundsätzlich unschädlich und hat Eigenschaften, die beispielsweise das Hautbild positiv beeinflussen können. Solltest du also dein Hautbild verbessern wollen und nicht zu der Personengruppe gehören, die Kurkuma nicht einnehmen sollte, ist die innere oder äußere Anwendung von Kurkuma allemal einen Versuch wert.

Bildquelle: Kerdkanno/ 123rf.com

Einzelnachweise (10)

1. Gopinath H, Karthikeyan K. Indian J Dermatol Venereol Leprol. 2018; 84(1):16-21.
Quelle

2. Deutscher Psoriasis Bund e.V. / DPD Selbsthilfe bei Schuppenflechte 2020
Quelle

3. Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann Fachärztin für Allgemeinmedizin, Zusatzausbildung in Naturheilverfahren und spezieller Schmerztherapie, Bereich Phytotherapie im Institut für Rechtsmedizin der Universität Freiburg im Breisgau 2015
Quelle

4. Deutsches Krebsforschungszentrum In der Helmholtz-Gemeinschaft dkfz. Krebsinformationsdienst 2019
Quelle

5. Presse- und Informationsamt der Bundesregierung 2014, aktualisiert 2020
Quelle

6. Verbraucherzentrale 2019
Quelle

7. Myra Snöflinga Blog über Lipödem, Gesundheit, Kurkuma und Gerstengras 2020
Quelle

8. Grammatikopoulou MG, Gkiouras K, Theodoridis X, Asteriou E, Forbes A, Bogdanos DP. Nutrients. 2018
Quelle

9. Shep D, Khanwelkar C, Gade P, Karad S. Trials. 2019
Quelle

10. Ghosh SS, He H, Wang J, Gehr TW, Ghosh S. Tissue Barriers. 2018
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Alexander hat Medizin studiert. Er merkte aber bereits im Studium, dass er auch sehr gerne Artikel schreibt. Deshalb hat er nach dem Studium neben seiner Stelle als Sportmediziner angefangen, in der Presseabteilung einer großen Klinik zu arbeiten. Durch sein Fachgebiet der Sportmedizin ist er sehr interessiert an dem Themengebiet Supplements.
Turmeric: A condiment, cosmetic and cure
Gopinath H, Karthikeyan K. Indian J Dermatol Venereol Leprol. 2018; 84(1):16-21.
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Was ist Psoriasis?
Deutscher Psoriasis Bund e.V. / DPD Selbsthilfe bei Schuppenflechte 2020
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Kurkuma - Wissenschaftliche Zusammenfassung
Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann Fachärztin für Allgemeinmedizin, Zusatzausbildung in Naturheilverfahren und spezieller Schmerztherapie, Bereich Phytotherapie im Institut für Rechtsmedizin der Universität Freiburg im Breisgau 2015
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Was ist dran: Kurkuma bei Krebs?
Deutsches Krebsforschungszentrum In der Helmholtz-Gemeinschaft dkfz. Krebsinformationsdienst 2019
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Kurkuma - eine Pflanze für alle Fälle?
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Oral Adjuvant Curcumin Therapy for Attaining Clinical Remission in Ulcerative Colitis: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials.
Grammatikopoulou MG, Gkiouras K, Theodoridis X, Asteriou E, Forbes A, Bogdanos DP. Nutrients. 2018
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Safety and efficacy of curcumin versus diclofenac in knee osteoarthritis: a randomized open-label parallel-arm study.
Shep D, Khanwelkar C, Gade P, Karad S. Trials. 2019
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Curcumin-mediated regulation of intestinal barrier function: The mechanism underlying its beneficial effects.
Ghosh SS, He H, Wang J, Gehr TW, Ghosh S. Tissue Barriers. 2018
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